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....wie alles begann.....

 

Wir schreiben das Jahr 2006, der sonnige August geht langsam zur Neige und die letzten Urlaubstage zähle ich an weniger als eine Hand ab.

Mein Bruder würde jetzt sagen:

" Die Sonne brennt heiß, die Freiwache liegt faul an Deck, Hein schreibt seinen siebten Brief an Elli, wahrscheinlich immer das selbe,

da muss ich immer an Madagaskar denken, Madagaskar vergeß ich nie"

Aber wir denken an den vergangenen Campingurlaub in Les Pieux. Wir hatten extra eine riesige Luftmatratze zum schlafen, fast 50cm hoch, damit man sich nicht so bücken musste, und trotzdem kam meiner Frau wieder mal die Idee, im Wohnwagen wäre alles viel bequemer. Nun habe ich da ein gewaltiges Glaubensproblem, den ich muss das ganze ja auch irgendwie Händeln, sprich: Ich bin der Chauffeur und soll so ein riesiges Teil 850 km hinter her ziehen. Nö, nö, nö, nö, [KNIF] (KommtNichtInFrage) nen normalen Anhänger hatten wir ja immer mit, da darf man in Frankreich auch 130km/h auf der Autobahn fahren, aber sonn Riesen Teil [KV] (KannsteVergessen) !

Durch puren Zufall sahen wir im Fernsehen einen lustigen Familienfilm, handelte sich um eine Patchworkfamilie, die zum ersten mal Camping machen sollten. Abgefahren sind die mit nem etwas größeren Hänger und auf dem Campingplatz entpuppte sich das Teil als Wohnwagen mit Schränke drin und Schlafstellen jenseits vom Boden.

Geil, dat isset, genau die Kombination die alles abdeckt, hinten nen kleinen Hänger dran und aufm Campingplatz hat meine bessere Hälfte dann Ihren Wohnwagen.

Also schnell an den Computer gesetzt und alles eingehämmert was man so wußte, Daten hatte ich keine, Namen auch nicht, aber eine genaue Vorstellung und so bin ich irgendwie auf die Firma RAPIDO gestoßen, bauen zwar solche Klapp- oder Faltwohnwagen nicht mehr aber es könnte ja auch ein gebrauchter sein. Gesagt, getan, schneller als die Polizei erlaubt hatten wir einen Kontakt in Holland wo man uns so einen Falter anbot.

Nach kurzer Besichtigung war die Sache eigentlich schon perfekt, leicht veränderungswürdig (für mich) aber ansonsten genau so wie wir uns das vorgestellt hatten. grins

Also das selbst gemalte Kfz-Zeichen an den Klapper geklebt und schon konnte die erste Fahrt als Faltwohnwagen-Besitzer beginnen. Da wir nur ein winziges Stück auf deutschem Boden fahren mußten, und das auch noch im Dunkeln, verzichtete ich auf ein Kurzzeitkennzeichen bzw. eine rote Nummer.

PS. eine rote Nummer, ein Kurzzeitkennzeichen oder besser ein Anhänger wären der rechtlich richtige Weg gewesen!

Am Morgen darauf wurde dann erstmal der Transfer durch den Torweg vorbereitet.

 

Dazu wird der Anhänger auf die Seite gekippt und nach Demontage des Fahrwerks (nur vier Muttern!)

passt das Ganze dann auch durch unseren 88cm breiten Torweg.

                    

                    

 

hinten angekommen, wird das Fahrwerk wieder dran geschraubt und dann kann das Ganze wieder auf

seine eigenen Beine gestellt und in Position gebracht werden. Uff, steht ganz gut so.

           

 

Jetzt die 2 Trageholme und den Hilfsbügel ausklappen, draufstellen und die Sache kommt in Bewegung.

          

 

In den folgenden sechs Bildern habe ich diesen Aufklappvorgang mal festgehalten.

         

         

Aus einem, in Anführungszeichen, kleinen Anhänger mit Kastenmaß 150 x 240cm wird binnen kurzer Zeit die neue Grundfläche vom Faltwohnwagen mit 240 x 360cm, das ergibt dann zusammengerechnet gute 8,5m² Wohnfläche.  :-)

 

Jetzt aber Schluss mit Lustig, der Wohnwagen will noch aus- bzw. aufgeklappt werden,

und das sieht dann so aus:

 

Dachhälfte hochheben, umklappen, mit der Außenwand nach oben heben, erstes Seitenteil hochklappen

           

 

zweites Seitenteil hochklappen und einrasten.           Auf der rechten Seite das gleiche noch einmal.

           

 

Hinten und vorne noch ein Kopfstücke über die Tür einrasten, alles verklicken und fertig isser, grins

          

 

Nun noch die Inneneinrichtung, Doppelbett auf gemütliche 45cm Höhe bringen, Kleiderschrank hoch- klappen, Küche mit 2-Flammenherd und Spüle zwischen Kleider- und Geschirrschrank einhängen, ein Hängeschrank komplett mit Beleuchtung einhängen und ein kleinerer Hängeschrank plus Ablagekonsole auf der anderen Seite einhängen, Sitzpolster auf die Bänke legen, Tisch noch einrasten, fertig!

       

                                   

 

So ist nach ca. einer halben Stunde ein kompletter Wohnwagen mit Inneneinrichtung aufgebaut.

Dabei ist es immer gut, wenn man einen Freund (Dietmar) zur Hilfe nehmen tut.

Die Fotos sind derweil von meiner besseren Hälfte gemacht worden, ich hatte ja auch keine Hand frei.

 

 

Zur genaueren Vorstellung habe ich hier noch ein Bild aus der Vogelperspektive.

 

Stauraum, Kleiderschrank, Küche, kl. Hängeschrank

                                    + Geschirr- und Vorratsschrank

hintere Sitzbank,      Fußboden,           Doppelbett

 

Tisch

 

vordere Sitzbank, darüber ein große Hängeschrank, Türe

 

 

 

Alle Fenster schon fertig mit Gardinen und in den Schränken könnte auch schon alles drin stehen was man immer so braucht, fehlt nur noch, das aufm Herd schon was leckeres brutzeln würde. :-)

 

Berichte und Bilder von Umbauarbeiten zum Multifunktionsanhänger und Anderes gibt es hier

09.2006

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Stand: 27.09.18